In Toblach läuft man unendlich viel…

Jeder der sich im Wald oder auf dem Berg aufhält hat die Möglichkeit verschiedene Geräusche der Natur mitzuverfolgen. Während eines gemütlichen Spazierganges ist es keine Seltenheit ein hastig vorbeieilendes Eichhörnchen oder das Geräusch eines Zweiges, der durch das Gewicht von tanzenden Tieren gebrochen ist, zu beobachten. Auch das Wehen des Windes begleitet vom Gesang der Vögel kann man hören.

Seit einigen Jahren sind nun zu diesen natürlichen Melodien der Natur auch andere hinzugekommen: schwere Schritte von Wanderschuhen, Gekicher von quatschenden Menschen und das Keuchen der Jogger. Man begegnet und begrüßt sich und verschwindet innerhalb kurzen Augenblicken wieder hinter den dichten Bäumen.

Läufer, Amateure und Profis, jung und alt, durchqueren in wenigen Stunden den Wald.

Der Mensch war schon immer ein Läufer, das Laufen ist die Basis aller sportlichen Disziplinen. Das wichtigste Rennen der Geschichte hat den Namen einer Schlacht; auch der weltbekannte MARATHON LAUF wurde nach ihr benannt. Jeder Mensch ist mindestens einmal im Leben gelaufen, auch nur um eine Straßenbahn zu nehmen. Laufen ist Medizin für die Seele.

Der Berglauf ist aber etwas Einzigartiges. Anders als in einer Stadt, in einem Stadtpark, und inmitten vom Lärm der Autos. Das Laufen in den Bergen bedeutet frei sein, sich frei für eine Richtung zu entscheiden abseits von Lärm, Dreck und Verkehr.

Immer mehr Sport Begeisterte treffen sich bei uns in Toblach. Nicht umsonst ist vor 20 Jahren in Toblach die Idee des mittlerweile weltbekannten Cortina Toblach Run entstanden. Heuer findet die 17. Ausgabe statt. Gegründet wurde der Lauf im Jahr 1988 von Gianni Poli, der selbst Athlet war und eine große Leidenschaft für den Lauf in freier Natur empfand. Sein Ziel war es den Sportbegeisterten seine Emotionen weiterzugeben. Emotionen, welche nur in freier Natur und herrlichem Landschaftsbild wahrgenommen werden können.

Die Rennstrecke liegt entlang der ehemaligen Bahnlinie welche die beiden Orte Cortina d’Ampezzo und Toblach miteinander verbindet. Die Athleten durchqueren atemberaubende Landschaften inmitten herrlicher Natur. Die Strecke ist 30 km lang und man erwartet jährlich mehr als 6000 Läufer und Fans aus aller Welt.

Wir, hier im Hotel Union fiebern eifrig mit und begrüßen alle Jahre den renommierten Nationaltrainer der Leichtathletik Fulvio Massini bei uns. Er besucht uns nicht nur im Juni sondern auch beim Trainingscamp im August. Laufen um zu glauben!

©Alberto Comini (Übersetzung Katharina Pöder)
Bild: CortinaDobbiacoRunorganization

 

Mindest 300 Sonnentage im Jahr ganze…

Wie oft gehen wir vor die Haustür und stellen uns die Frage: ist die Jacke, die ich gerade trage warm genug? Soll ich einen Regenschirm mitnehmen, oder bin ich sogar zu viel angezogen? Um ehrlich zu sein stimmen die Wetter Vorhersagen meist nicht mit der Realität überein (nicht umsonst nennen sie sich Prognosen). Trotzdem schenken wir ihnen allzu oft unser Vertrauen und kehren manchmal klitsche klatsche nass nach Hause zurück.

Wie uns allen bekannt ist, beeinflusst das Wetter unsere Stimmung. Die Diskussion in wie weit das Wetter und die Temperatur unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele beeinflusst, möchten wir gerne den Experten überlassen.

Wir hier wollen uns nur mit dem Wetter als Einflussfaktor für das Gelingen unseres Urlaubes befassen. Wie wir wissen, gibt es nichts Schlimmeres als Regenschauer und Kälte während eines wohlverdienten Urlaubes in den Bergen.

Wer von uns informiert sich nicht vor Reiseantritt mindestens auf drei verschiedenen Webseiten bzgl. Wettervorschau. Natürlich wird uns dann das Koffer packen zum Verhängnis. Ja genau dieser verflixte Koffer!

Alle Jahre prägen wir uns ein nur das Wichtigste mit in den Urlaub zu nehmen. Doch dann, in letzter Minute, geraten wir in Unsicherheit … und die verwirrenden Prognosen lassen uns schlussendlich den gesamten Kleiderschrank mitnehmen. Ergeht es nicht allen so?

Von dem langersehnten Urlaub ist die Erwartung groß. Jeder möchte wunderbare Schnappschüsse einzigartiger Momente und tolle Erinnerungen mit nach Hause bringen. Natürlich ist es ein riesiger Unterschied die Dolomiten bei schönem Wetter und hellblauem Himmel oder während eines Gewitters bei bewölktem Himmel zu fotografieren.

Zum Glück retten uns die Statistiken welche auf verlässliche Daten beruhen und uns von den angsteinflößenden und unsicheren Wettervorhersagen bewahren. Folgende besagen, dass Urlauber die nach Südtirol kommen, eine sehr geringer Risiko einen regnerischen Tag anzutreffen, da die Sonnentage im Jahr ganze 300 sind.

Diese günstigen Wetterbedingungen verdankt unser Land seiner günstigen Lage auf der Südseite der Alpen, eingebettet zwischen Gletschern und Weinbergen. Die kalten Strömungen aus dem Norden kommend, werden durch die Barrieren der Ötztaler Alpen, den Stubaier Alpen, den Zillertaler Alpen sowie den Hohen Tauern gestoppt. Das Mittelmeerbecken mit seinen feuchten Luftmassen sorgt ebenso für geringen Niederschlag.

Der frühe Morgen im Hochpustertal beginnt fast immer mit einer dichten Nebelschicht, welche sich dann bei Sonnenaufgang auflöst. An den späten Nachmittagen, vor allem an jenen im August, ist es nicht ungewöhnlich, während eines erfrischenden Bades in unserem Schwimmbad, dem Nieseln kleiner Regentropfen zuzuschauen. Der Anblick des Sonnenunterganges wirkt so noch viel interessanter.

In der Nacht ist der Himmel fast immer glasklar sodass man den hinreißenden Sternenteppich beobachten kann.

In solchen Nächten liebe ich es mit dem Teleskop den Himmel zu bewundern. Mit einer Windjacke aber ohne Regenschirm stapfe ich in die dunkle Nacht. Auch heute Abend wird es nicht regnen…das verspreche ich!

©ALBERTO COMINI (ÜBERSETZUNG KATHARINA PÖDER)